Raoul Koether neuer ehrenamtlicher Geschäftsführer der Karl-und-Alfred-Marchionini-Stiftung

13. März 2025

München bleibt die teuerste Stadt für Studierende in Deutschland – die Mietpreise steigen kontinuierlich, und immer mehr junge Menschen können sich ein Studium in der bayerischen Landeshauptstadt nicht mehr leisten. Laut einer aktuellen Auswertung des Moses-Mendelssohn-Instituts beträgt die durchschnittliche Miete für ein WG-Zimmer in München mittlerweile 790 Euro pro Monat – das sind 40 Euro mehr als im Vorjahr. Die hohe Wohnkostenbelastung führt zu sozialer Selektion und erschwert den Zugang zu Bildung für weniger wohlhabende Studierende.

Vor diesem Hintergrund wurde Raoul Koether zum ehrenamtlichen Geschäftsführer der Karl-und-Alfred-Marchionini-Stiftung gewählt. Die Stiftung ist Trägerin des Marchionini-Studierendenwohnheims, das 84 Wohnplätze für Studierende bereitstellt und dabei auf bezahlbaren Wohnraum, Gemeinschaft und Selbstverwaltung setzt.

Marchionini-Studentenwohnheim am Olympiapark in München
Marchionini-Studentenwohnheim am Olympiapark in München

Koether bringt umfassende Erfahrung im Bereich der Studierendenförderung mit. Bereits vor mehr als 25 Jahren war er Mitglied im Kuratorium des Deutschen Studierendenwerks. Zudem engagiert er sich als Vorstandsmitglied der Münchner SPD und als Mitglied des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit.

„Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen Voraussetzungen für ein chancengleiches Studium“, betont Koether. „Ich freue mich darauf, in meiner neuen Rolle an der Schnittstelle zwischen Hochschulpolitik, Stadtentwicklung und sozialem Engagement einen Beitrag zur Entspannung der Wohnsituation für Studierende in München zu leisten.“

Die Karl-und-Alfred-Marchionini-Stiftung wurde 1959 von Prof. Dr. med. Alfred Marchionini (Rektor der Universität München von 1954-55) und seiner Frau Dr. med. Mathilde Marchionini gegründet. Das kinderlose Ehepaar verfügte, dass ihr Nachlass zum Bau eines Studentenwohnheims und zur Förderung bedürftiger Studierender verwendet werden sollte. Nach dem Tod von Alfred Marchionini im Jahr 1965 änderte Mathilde Marchionini den Stiftungsnamen, um ihren Schwiegervater Karl zu ehren. Nach ihrem Tod im Jahr 1976 nahm die Stiftung ihre Arbeit auf. Das Marchionini-Studentenwohnheim wurde 1972 fertiggestellt und beherbergte während der Olympischen Spiele Schiedsrichter:innen, bevor im Herbst desselben Jahres die ersten Studierenden einzogen.