Ohne U-Bahn bleibt der Münchner Westen im Stau stecken

19. Oktober 2026

Zur bevorstehenden Beschlussfassung der Vollversammlung des Münchner Stadtrats am 21.10.2026 über die Freigabe der Unterlagen für ein Planfeststellungsverfahren zum Bau der U5 im Abschnitt zwischen Pasing und Freiham (Bauabschnitte 80 und 81) erklärt der SPD-Fraktionssprecher und stellv. Vorsitzende des Unterausschusses Planung und Mobilität im Bezirksausschuss 21 Pasing-Obermenzing, Raoul Koether:

„Die schnelle Verlängerung der U-Bahn nach Freiham ist unabdingbar. Die Anbindung von Freiham ist unzureichend: Busse und S-Bahnen sind überfüllt, Autos stehen im Stau und der Durchgangsverkehr belastet Pasing und Obermenzing. Mit jedem Jahr, in dem Freiham wächst, verschärft sich die Lage. Deshalb hat der Bezirksausschuss 21 Pasing-Obermenzing am 06.10.2026 einstimmig gefordert, die Planfeststellungsunterlagen für die Bauabschnitte 80 und 81 einzureichen und die U-Bahn so schnell wie möglich nach Freiham zu verlängern. Das ist ein klares Signal aus dem Stadtbezirk, der die Auswirkungen täglich erlebt.

© Daniel Köberle
© Daniel Köberle

Der Stadtrat trägt Verantwortung dafür, dass die Option auf eine schnelle U-Bahn-Verlängerung nach Freiham erhalten bleibt. Die Unterlagen für den Abschnitt bis zum Westkreuz sind fertig und müssen nur noch eingereicht werden. Zusätzliche Kosten entstehen der Stadt dadurch zunächst nicht. Nur mit einem Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern kann der Bohrkopf aber, wenn er in Pasing ankommt, ohne Unterbrechung bis zum Westkreuz weiterbohren. Das würde 8 bis 9 Mio. Euro sparen, und der Bahnhof Westkreuz ginge drei Jahre früher in Betrieb. Weil das Verfahren Jahre dauert, muss es jetzt auf den Weg gebracht werden. Liegt der Planfeststellungsbeschluss nicht rechtzeitig vor, kann nicht nahtlos weitergebaut werden.

Mit dieser Entscheidung wird im Vorfeld auch die Olympiabewerbung verknüpft. Das halte ich für ein fatales Signal. Wer ÖPNV-Projekte, die mit der Olympiabewerbung zusammenhängen, gegen andere ÖPNV-Projekte ausspielt, erweist dieser Bewerbung selbst einen Bärendienst. Sie braucht den Rückhalt der gesamten Stadt, und die Menschen im Westen werden sie nur dann weiter mit Überzeugung unterstützen, wenn auch ihre Stadtteile davon profitieren.“

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